Der Gewitterwind
treibt jetzt, am Montag nach dem Lauf, mit urwüchsiger Gewalt Braunkohlestaub aus dem nahen Tagebau über meinen Heimatort. Bald wird es regnen. Ich hoffe es wird keine größeren Schäden geben und freue mich auf die bevorstehende Abkühlung.
Der Wetterbericht vor dem Lauf kündigte für das Wochenende Hitze an.
Keine Zeit sich anzustrengen. Am besten, man hält sich an einem See, einer Badeanstalt oder einem Fluss auf. Dann kann man sich abkühlen. Nur nicht unnötig bewegen!
Und was hatten wir Erft-Spendenläufer für genau dieses Wochenende vor?
Wir wollten laufend spenden!
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 Gleich fährt der Bus. |
 Wir und die Hitze? |
Eine schöne Idee. Aber muss das ausgerechnet an so einem Hitzewochenende sein?
Nun, der Termin stand. Keine Gelegenheit alles umzustellen.
Das Wetter können wir auch noch nicht machen. Aber ein nächster Termin wird sicher nicht mehr im Juni oder Juli sein. Im Sommer ist es normalerweise immer etwas wärmer. Aber ausgerechnet am 10.07.2010 hatten wir es besonders warm.
Kurz vor 7:00 Uhr, in Bergheim am Erftverband, versammelten sich langsam die Starter. Meistens sehr erfahrene Ultraläufer oder Marathonläufer. Skeptische Blicke gab immer wieder, wenn wir über das Wetter redeten.
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 Sammeln. |
 Taufe an der Erftquelle. |
Vieles war organisiert, sicher nicht alles optimal, einiges war sogar noch nicht 100% geklärt. So zum Beispiel der Transport der Dusch- und Wechselsachen zum Ziel an der Erftmündung.
Spontan erklärte sich Gerda bereit einen großen Teil der Sachen zum Neusser Ruderverein zu transportieren. Vielen Dank dafür! Überhaupt, immer wieder bekamen wir spontane Hilfe an der beiden Tagen.
Wir durften freundlicherweise wieder beim Neusserruderverein e.V., gleich an der Erftmündung, duschen. Auch dafür vielen Dank!
Die Fahrräder unserer beiden fleißigen Fahrradbegleiter wurden im Hänger verstaut. Alles gut gesichert, so gab es noch genug Platz für die drei Fellnasen.
Dann ging es los. Der Bus war einigermaßen kühl. Das Wasser der Erft, direkt an der Quelle, war kühler. Angenehm. Wie man mir bei meiner Taufe an der Erftquelle sagte, hat das Wasser der Erft hier konstant 5 Grad Celsius. Das war kühl!
Dann ging es los. Schnell kamen wir ins Schwitzen. Die Hitzeschlacht begann.
Noch waren wir gut drauf, wenn wir auch schnell schwitzten.
 Birkenallee vor Schöna. |
 Geli und Marianne in Bad Münstereifel. |
Hinter dem zweiten Stadttor von Bad Münstereifel gab es den ersten Verpflegungspunkt.
Sehr schön. Der Lauf entstand aus privater Initiative. Viele Helfer des Laufes sind Familienangehörige, Freunde, die gerne die Zeit für diesen Zweck opfern.
Vielen Dank.
Die Sonne heizte uns ziemlich ein. Schatten sollte Mangelware bleiben. Diesmal wurde an den Verpflegungsständen relativ wenig gegessen. Es wurde viel getrunken! Es wurde sehr viel getrunken. Ich wundere mich, wie viel Flüssigkeit man aufnehmen kann. Trotzdem, man muss auch dabei vorsichtig sein. Man muss unterwegs immer wieder kleine Mengen trinken, so wie an den Stationen und seine Flaschen und Trinkbeutel immer wieder auffüllen, das war sehr wichtig.
Die Trinkpausen wurden immer länger wie die Gehpausen. Die Helfer kauften auch Getränke nach. Dario hat 38 Grad Celsius unterwegs gemessen. Ohne Schatten war es teilweise fast unerträglich.
Wir hatten mit Dario und Gabi zwei Radbegleiter dabei, die sehr fleißig immer wieder unterwegs für Getränkenachschub gesorgt haben. Die Gehpausen wurden länger. Einige Läufer sind unterwegs vernünftigerweise ausgestiegen.
Bei Blessem versuchten sich Läufer, in der Erft etwas abzukühlen. Besonders kühl war die Erft aber auch nicht.
Dort entschlossen wir uns, aufgrund der Witterung, den Lauf schon in Horrem nach ca. 60 Km abzubrechen.
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 Kleine Pause in Bad Münstereifel. |
 Erfterfrischung und Geli und Marianne. |
Trotzdem sind einige Läufer bis ins Ziel gelaufen. Meine Hochachtung vor dieser Leistung.
Am Abend trafen sich die „Übernachter“ zum Essen und Trinken im Angelpark.
Am nächsten Morgen gab es beim Erftverband ein leckeres Frühstück. Herr Dr. Lindner hielt eine kleine Ansprache, in der er den Läufern seine Hochachtung vor der Laufleistung ausdrückte und sagte, der Erftverband würde auch weiterhin den Erft-Spendenlauf unterstützen.
 Genügend zum Trinken bitte! |
 Tischlein Deckdich im Schatten bitte! |
 Läufer, Radhelfer Dario. Helferin Nadja am Auto. |
 Viel Sonne, wenig Schatten! |
In der Nacht hatte ein Gewitter für leichte Abkühlung gesorgt. Es war nicht ganz so heiß, aber weiterhin schwül. Wir sind am Paffendorfer Schloss vorbei nach Alt Kaster gelaufen.
Wie am ersten Tag schon, auch diesmal wieder genug Zeit im gemütlichem Lauftempo nette Gespräche mit den Spenden-Läufern zu führen. Wie schön doch die Landschaft und die Ortschaften sind, durch die der Lauf führt. Schatten gab es bei Grevenbroich auch etwas mehr, als wir durch den Bend gelaufen sind. Zwei tolle Verpflegungsstände, durch einen Lauffreund von Heinrich betreut, bei Kapellen und auf der Museumsinsel in Hombroich.
 Die Erft als Kühlmittel. |
 Etwas schräg! |
 Radhelfer Dario mit Läufergruppe. |
 Kühlt es? |
Etappenläufer hatte wir auch an diesem Tag, wie schon am ersten Tag. Auch euch vielen Dank, dass ihr dabei gewesen seid.
Auf den letzten Kilometern bis zum Ziel hatte sich das Läuferfeld etwas auseinander gezogen.
Alle sind gesund angekommen. Die Duschen waren warm. Sicher haben andere Läufer auch, so wie ich, kühl geduscht, um zum Schluss das Wasser auf ganz kalt zu stellen. Das war die erste wirkliche Erfrischung an diesem Tag. Gut gekühltes alkoholfreies Bier gab es in der Gaststätte des Rudervereins, sowie die Urkunden, Tassen und von Nadja gesponsertes Müsli.
Leider konnten einige Läufer verletzungsbedingt nicht antreten. Schade!
 Frühstück beim Erftverband. |
 Kurz vor dem Start am zweiten Tag. |
 Paffendorfer Schloss. |
 Blumenpracht in Grevenbroich. |
 Laufend unter der Sonne. |
 Toller Verpflegungsstand. Museumsinsel. |
 Die Erftmündung! |
 Noch einmal die Mündung! |
Allen Helfern, Sponsoren und Unterstützern nochmals vielen Dank! Ohne Eure Unterstützung wäre dieser Lauf undenkbar und bei so einer Hitze, wie wir sie am Wochenende hatten, niemals durchführbar.
 Jörg - geschafft aber glücklich. |
 Gleich gibt es Getränke und Urkunden. |
Hier gibt es viele Bilder vom 2. Erft-Spendenlauf:
Dagmas Fotos sind hier zu sehen!
Heinrichs Fotos sind hier zu sehen!
Das sind die Fotos, die Geli gemacht hat!
Helmuts Kollege hat uns mit der Kamara beobachtet!
Etwas Statistik
Wir hatten zwei Radbegleiter an den beiden Tagen dabei.
Am ersten Tag sind 29 Ultra-Läufer und zwei Etappenläufer gestartet. Die Ultra-Läufer sind die erste, verkürzte ca. 60 Kilometer lange Ultra-Etappe bis Horrem gelaufen. Vier Läufer sogar, trotz der Hitze, bis ins Ziel nach Bergheim (68 Km)!
Leider mussten 6 Läufer zwischendurch pausieren, oder nach einigen Etappen, für diesen Tag, ganz aufgeben.
Am zweiten Tag waren 8 Etappenläufer dabei und 22 Ultra-Läufer haben die zweite Ultra-Etappe (ca. 43 Km) in Angriff genommen. Alle Ultra-Läufer, bis auf eine Ausnahme, sind mit eigener Kraft ins Ziel gekommen.
Wir hatten insgesamt 10 Etappenläufer dabei.
Anhand des Leergutes, der Einkäufe und anderer Marker, sind an den beiden Tagen etwa 400 Liter Sprudel, Apfelschorle, Cola und Weinschorle, sowie zusätzlich noch etwa 20 Liter Leitungswasser verbraucht wurden!
Helfer
Unsere tapferen zwei Radbegleiter auf der gesamten Strecke und hin und her!
Vier Mitglieder aus Heinrichs Familie an zwei Versorgungsständen am ersten Tag.
Freunde von Heinrich in Horrem am Verpflegungsstand auch am ersten Tag.
Dagmar und Nadja (die auch das leckere Müsli gesponsort hat) an zwei Versorgungsständen am ersten Tag.
Das Finess Center in Bergheim, wo wir duschen durften!
Die Helfer, die uns das leckere Frühstück, vor dem Start am zweiten Tag, in Bergheim ermöglicht haben.
Dagmar und Nadja an zwei Versorgungsständen am zweiten Tag.
Ein Freund Heinrichs an zwei weiteren Verspflegungsstellen am zweiten Tag.
Gerda, die einen großen Teil der Duschsachen von Bergheim zum Ziel gefahren hat.
Nadja, Heinrichs Freund und Dagmar, sowie Josef, die spontan, aufgrund der Hitze, Läufer transportiert haben!
Der Neusser Ruderverein e.V., wo wir duschen durften.
Ohne die vielen fleißigen Helfer und Sponsoren wäre der Lauf niemals möglich gewesen!
Spendeneinnahme (Stand 14.07.2010)
Heinrich meldete, dass in diesem Jahr insgesamt bereits 2000,- EURO Spendengelder für den Lauf eingegangen sind!
Herzlichen Dank an alle Spender.
Jörg Segger
Bericht verfasst: 12.07.2010
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